Willy-Baensch-Preis
Preistträger: Prof. Dr.med. Wilhelm
Oelßner, Erlangen
Prof. Dr.med. Willy Edward Baensch (1893-1972)
Ordinarius für
Klinische Röntgenologie
Leipzig 1937
Nach dem Studium der Medizin in München, Leipzig
und Halle arbeitete Baensch zunächst in der Chirurgie, in der
Inneren Medizin und in der Urologie, bevor er als Assistent bei Mme.
Curie in Paris, bei Forsell in Stockholm und bei Holzknecht in Wien
tätig war.
1926 wurde er Dozent für Röntgendiagnostik in Leipzig und 3
Jahre später Direktor des Instituts für Onkologie der
Universität. 1937 wurde Baensch zum Ordinarius für klinische
Röntgenologie ernannt. Er wurde damit der dritte Lehrstuhlinhaber
für dieses Fach in Deutschland. Nach dem Krieg wanderte Baensch in
die USA aus, wo er eine Professur für Radiologie an der Georgetown
University in Washingon DC erhielt. In über 100 wissenschaftlichen
Arbeiten hat er zu den verschiedensten wissenschaftlichen
Fragestellungen der Röntgendiagnostik und Strahlentherapie
Stellung genommen. 1932 war er Mitherausgeber des in mehreren Sprachen
und in mehreren Auflagen veröffentlichten "Lehrbuch der
Röntgendiagnostik". Baensch wurde wegen seiner wissenschaftlichen
Arbeiten auf dem Gebiet der gesamten Radiologie einschließlich
der Strahlenbiologie und wegen seiner überzeugenden
Persönlichkeit ein international höchst geachteter Arzt, dem
zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen zuteil wurden.
Mit Beschluß der
Mitgliederversammlung vom 24. September 1993 in Dresden wird der
"Willy-Bänsch-Preis" der SRG in einen "Förderpreis für
Nachwuchswissenschaftler" der SRG umgewandelt.
Quelle: Prof. Gerhardt, Homepage der Deutschen
Röntgengesellschaft
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